Über die Hintergründe, die zur Errichtung der Klinik führten, und die Anfangsschwierigkeiten wird unter
dem Kapitel "Klinikleitung" berichtet.
Die Beharrlichkeit der Initiatorin Dr. Chea Touch und der Idealismus der Mitarbeiter hat dazu geführt,
daß im Mai 2002 die Diabetes-Tagesklinik in Phnom Penh / Cambodia ihre Arbeit aufnehmen konnte.
Ein Schild am Eingangstor und die Erfolge der medizinischen Arbeit haben die Zahl der Patienten bis Ende
Juli auf über 100 steigen lassen. Die Tendenz zeigt weiter nach oben.
Im September zählte man schon 160 Patienten, bald wird sich die Zahl der Neuzugänge seit dem Beginn verdoppelt
haben.
Die Blutzuckermessung wird zunächst mit Urin-Teststäbchen durchgeführt.
Zur exakteren Messung stehen der Klinik durch Spenden aus Korea, Deutschland und Belgien heute einige Meßgeräte
zur Verfügung, wie sie in entwickelten Ländern für den häuslichen Gebrauch verschrieben werden.
Durch großzügige Medikamentenspenden aus den genannten Ländern konnte die Diabetesbehandlung bisher für die
Mehrzahl der Patienten kostenlos durchgeführt werden.
Zur Deckung der unvermeidlichen Kosten, wie Schreib- und Behandlungsmaterial, wird für die Blutzuckerkontrolle
und Blutdruckmessung eine Gebühr erhoben, ebenso für die Medikamente zur Behandlung von Folgekrankheiten.
Für die Patienten, die auch diese Gebühr nicht bezahlen können, werden die Leistungen kostenfrei durchgeführt.
Im Warteflur der Klinik können maximal 15 Stühle untergebracht werden. Nicht selten warten mehr Patienten auf
die Behandlung.
Sie müssen stehen oder warten - wie es in Asien üblich ist - in der Hocke.
Im Juli erhielt die Tagesklinik erstmals eine Geldspende von $ 3000,- . So war es möglich, einem mit der
Initiatorin zusammen arbeitenden Arzt für ein Jahr ein Gehalt von $ 200,- monatlich bereitzustellen und
zwei second-hand-Kühlschränke für Medikamente anzuschaffen.
Im tropischen Klima Kambodschas ist eine Kühlung unerläßlich.
Zwei weitere Ärzte und zwei Medizinalassistenten arbeiten zur Zeit noch ohne Entgelt.
Die Untersuchung, Beratung und Registrierung der Patienten erfolgt in einem kleinen Raum, der mit einer Liege,
einem Tisch, einem kleinen Schränkchen und 5 Stühlen ausgestattet ist.
Meist befinden sich drei Patienten zur gleichen Zeit in diesem Raum. Da es in Asien nicht üblich ist,
sich zur Untersuchung zu entkleiden, erübrigt sich eine Stellwand.
Aufgrund der Enge ist ein Neubau der Diabetesklinik dringend notwendig.
Ein optimaler, kostenloser Baugrund am Rand des Hospitalkomplexes mit direktem Zugang zur Straße ist
bereits vorhanden. Die einzige Bedingung: er muß baldmöglichst bebaut werden.
Die bisher veranschlagten Kosten für vorerst ein Stockwerk belaufen sich auf $ 6000,- bis $ 8000,- .
Die vorrangige Aufgabe, die sich der Verein Hilfsprojekt "Cambodian Diabetes Clinic" e.V. gestellt hat,
ist - neben der Entlohnung des Personals und der Anschaffung eines EKG-Gerätes - die Unterstützung des
Neubaus der Diabetesklinik in Phnom Penh.
Der Verein hofft durch das Werben um Spenden - insbesondere von Geldspenden, daß der begonnene und
hoffnungsvolle Weg bald ebenso steil nach oben gehen kann, wie die Anzahl der Patienten.